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Hohentauern
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Schon im Jahre 1140 scheint die Siedlung um den Paßübergang (Taurus Inferior) auf. Der Name Thauern ist keltischen Ursprungs und bedeutet "ein Übergang im Gebirge". Um das 12. Jahrhundert wurde der Übergang über den Paß besonders für Handelsleute zur wichtigen Route (Saumpfade).
Die Besiedelung im Bereich der Niederen Tauern um 1000 v. Chr. erfolgte vom Norden her durch Veneto-Illyrer (aus dem Warthegau), dem Stamm der Noriker. Etwa 200 v. Chr. waren es die Kelten aus Gallien, welche dieses Gebiet (Taurisker) besiedelten und beherrschten, sowie die Noriker. Um 113 v. Chr. verschmolzen als Folge des ersten Germaneneinfalls Taurisker und Noriker zu einem Volk.

Bild: Mag. Dr. Alois Leitner

Zur Zeit der Völkerwanderung stand das Gebiet 100 Jahre unter germanischer Herrschaft. Um 568 v. Chr. erfolgte dann die Einwanderung der Bayern über das Ufernorikum und die der Slowenen über das Binnennorikum. Die Obersteiermark gehörte damals zum slowenischen Karantanien. Mit der von Salzburg einsetzenden Christianisierung begann die endgültige bayrische Besiedelung und Kolonisierung.
Eine Austellung in Jahre 1989 mit dem Titel " 2000 Alpenübergang - Hohentauern" bereicherte dem Geschichtsinteressierten im besonderen Maße. Unser Bergdorf Hohentauern ist mit 1.274m Seehöhe das höchste Alpendorf in den Rottenmanner Tauern. Vor einigen Jahren wurde dem Alpenpaß von den Kartographen der Name "Triebener Tauern Paß" zugeschrieben. Von Trieben (Paltental) kommend führt die Bundesstraße 114 neun Kilometer bergwärts über den Triebener Tauern-Paß, weiter durch das Pölstal in das Murtal. Hohentauern bietet nicht nur die wunderschöne Bergkulisse rund um den Bösenstein (2.448m) mit seinen Gipfeln, sondern auch die Vergangenheit ist noch Gegenwart in unserem schönen Gebirgsort.

Die Bergkirche mit dem Bergfriedhof von Hohentauern ist dem Hl. Bartholomäus geweiht. Im Inneren der Kirche findet man Barock mit Gothik im Einklang, mit kunstvollen Gewölbegurten ausgestattet, die Kirchenkanzel im Barockstil und mit Schnitzelementen versehen. Um 1885 schuf der Künstler Siegmund Wagner fünf Bildfolgen mit den vier Evangelisten an der Kirchenkanzel. Der Schnitzkünstler Josef Stammel gestaltete den Hochaltar mit wunderschönen Schnitzwerken. Das Turmkreuz mit Wetterhahn stammt aus dem 16. Jahrhundert. Im Turm befinden sich drei Glocken. Die älteste Turmglocke wurde zwischen 1438 und 1458 von Hans Mitter, Glockengießer zu Judenburg, gegossen (150kg, 66cm Durchmesser).

Zwei stillgelegte Bergbaue - Magnesit- und Graphitabbaue - zeugen von wertvollen Mineralienvorkommen in Hohentauern.

Eine Chronikfassung mit Geschichte und Kultur, Geologie, Tierwelt, Pflanzen in den Niederen Tauern ist im Kaufhaus Kolland und im Tourismusbüro (Gemeindeamt) erhältlich.

 
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